Ein Businessplan ist für jedes Kosmetikstudio in Deutschland im Zeitraum 2026–2027 unverzichtbar, um den steigenden wirtschaftlichen, finanziellen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Gerade für Selbstständige, Unternehmer und KMU bildet ein strukturierter Businessplan die Grundlage, um bei Banken oder Investoren eine Finanzierung zu sichern, den Markteintritt optimal zu planen und langfristig erfolgreich zu wachsen. Ein klar definierter Cashflow, eine realistische Marktanalyse und die Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Vorgaben sind entscheidend, um Risiken zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dieser Leitfaden ist speziell auf die aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland abgestimmt und zeigt, wie Sie Schritt für Schritt einen professionellen Businessplan für Ihr Kosmetikstudio erstellen. Im weiteren Verlauf erfahren Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe identifizieren, die Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen und wichtige KPI für nachhaltigen Erfolg festlegen.
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Executive summary im businessplan für ein kosmetikstudio: aufbau, ziele und kennzahlen
Die bedeutung einer strukturierten executive summary für kosmetikstudios
Die Executive Summary ist das Herzstück eines jeden Businessplans für ein Kosmetikstudio. Sie bietet einen kompakten Überblick über das geplante Unternehmen, seine Geschäftsziele, das Geschäftsmodell sowie die wichtigsten Finanzkennzahlen. Für Gründerinnen und Gründer im Kosmetikbereich ist eine präzise und überzeugende Zusammenfassung entscheidend, um potenzielle Investoren, Banken oder Geschäftspartner von der Tragfähigkeit des Vorhabens zu überzeugen.
Struktur und inhalte einer executive summary für kosmetikstudios
Eine professionelle Executive Summary für ein Kosmetikstudio sollte folgende Kernbereiche abdecken:
- Unternehmensprofil: Kurzbeschreibung des Studios, der Gründerin/des Gründers und der angebotenen Leistungen.
- Markt und Zielgruppe: Darstellung der Zielkundschaft und der aktuellen Marktsituation im Kosmetikbereich.
- Geschäftsmodell: Erläuterung, wie das Studio Umsätze generiert und welche Dienstleistungen im Fokus stehen.
- Finanzielle Ziele: Konkrete, messbare Zielsetzungen für Umsatz, Kundenzahl und Rentabilität.
- Wichtige Kennzahlen (KPIs): Auswahl relevanter Leistungsindikatoren zur Steuerung und Erfolgsmessung.
Die Executive Summary sollte maximal zwei Seiten umfassen und alle wesentlichen Informationen klar und verständlich präsentieren.
Smart-ziele für ein kosmetikstudio: konkrete beispiele
Für ein erfolgreiches Kosmetikstudio ist die Formulierung von SMART-Zielen (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) essenziell. Beispiele für solche Ziele bis zum Jahr 2027 könnten sein:
- Umsatzsteigerung: Erreichen eines monatlichen Umsatzes von 10.000 Euro bis Ende 2027 durch Erweiterung des Behandlungsangebots und gezielte Neukundengewinnung.
- Kundenzahl: Aufbau eines festen Kundenstamms von mindestens 250 wiederkehrenden Kundinnen und Kunden pro Jahr bis 2027.
- Rentabilität: Erreichen eines positiven Break-even-Punktes innerhalb der ersten 18 Monate nach Eröffnung.
- Kundenzufriedenheit: Sicherstellung einer durchschnittlichen Kundenzufriedenheitsbewertung von mindestens 4,5 von 5 Sternen durch kontinuierliche Qualitätskontrolle und Feedback-Auswertung.
Diese Ziele sind klar definiert, können regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Das geschäftsmodell eines kosmetikstudios und relevante kpis
Das Geschäftsmodell eines Kosmetikstudios basiert auf der Erbringung professioneller Dienstleistungen wie Gesichtsbehandlungen, Hautpflege, Maniküre und weiteren kosmetischen Anwendungen. Die Einnahmen werden in der Regel durch Einzelbehandlungen, Abonnements oder Paketangebote generiert. Ein nachhaltiges Geschäftsmodell berücksichtigt sowohl die regelmäßigen Ausgaben für Personal, Produkte und Miete als auch die Preisgestaltung im lokalen Marktumfeld.
Für die Steuerung und Optimierung des Betriebs sind folgende KPIs (Key Performance Indicators) besonders relevant:
- Umsatz pro Kunde: Gibt Aufschluss über die durchschnittlichen Ausgaben der Kundschaft und hilft bei der Angebotsoptimierung.
- Auslastungsquote: Misst, wie viele verfügbare Termine tatsächlich gebucht werden.
- Kundenbindungsrate: Zeigt, wie erfolgreich das Studio Stammkunden gewinnt und hält.
- Deckungsbeitrag: Ermittelt, wie viel vom Umsatz nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
- Kostenstruktur: Überwachung der monatlichen Ausgaben für Personal, Produkte und Betriebskosten.
Die regelmäßige Analyse dieser Kennzahlen ermöglicht es, Test- und Verbesserungszyklen zu etablieren, um das Angebot und die Wirtschaftlichkeit des Studios kontinuierlich zu optimieren.

Marktforschung und wettbewerbsanalyse für kosmetikstudios: trends, chancen und risiken 2026–2027
Marktsegmentierung und aktuelle nachfragetrends im kosmetikstudio-bereich
Für einen erfolgreichen Businessplan Kosmetikstudio ist die präzise Analyse des Marktes entscheidend. Die Marktsegmentierung im Kosmetikbereich erfolgt typischerweise nach Zielgruppen wie Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, aber auch nach spezifischen Bedürfnissen wie Anti-Aging, Hautpflege oder Wellness. In den Jahren 2026–2027 zeichnen sich zwei zentrale Trends ab: Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Immer mehr Kundinnen und Kunden legen Wert auf umweltfreundliche Produkte und transparente Behandlungsmethoden. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach digitalen Buchungssystemen und Online-Beratung, was Kosmetikstudios vor neue Herausforderungen und Chancen stellt.
Die Nachfrageschätzung basiert auf dem monatlichen Budget, das Kundinnen und Kunden für Kosmetik ausgeben. Laut aktuellen Erhebungen investieren viele Menschen regelmäßig einen festen Betrag in professionelle Gesichtsbehandlungen und ergänzende Dienstleistungen. Dies bietet Studios die Möglichkeit, ihr Angebot gezielt auf die Zahlungsbereitschaft und Bedürfnisse der Zielgruppe abzustimmen.
Wettbewerbsumfeld und hauptakteure im kosmetikstudio-markt
Die Wettbewerbsanalyse ist ein zentrales Element im Businessplan Kosmetikstudio. Der Markt ist geprägt von einer Vielzahl an Einzelstudios, Ketten und mobilen Anbietern. Zu den Hauptwettbewerbern zählen etablierte Studios mit langjähriger Erfahrung und einem festen Kundenstamm. Diese Anbieter setzen zunehmend auf hochwertige Behandlungen und individuelle Beratung, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Ein wichtiger Aspekt ist die Qualität der Kosmetikerinnen. Kundinnen und Kunden erkennen eine gute Kosmetikerin an Fachkompetenz, Hygiene und individuell abgestimmten Behandlungskonzepten. Neue Studios müssen daher gezielt in Weiterbildung und Qualitätsmanagement investieren, um sich im Wettbewerb zu behaupten.
Bei der Präsentation vor Kreditgebern zeigt ein professionell strukturierter Businessplan für Kosmetikstudio Glaubwürdigkeit und gründliche Vorbereitung.
Markteintrittsbarrieren und risiken für neue kosmetikstudios
Der Eintritt in den Kosmetikmarkt ist mit verschiedenen Barrieren verbunden. Dazu zählen hohe Anfangsinvestitionen für Ausstattung und Räumlichkeiten, aber auch die Notwendigkeit, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. Die Preisgestaltung muss sorgfältig kalkuliert werden, um sowohl die Kostenstruktur als auch die Erwartungen der Zielgruppe zu berücksichtigen.
Zu den Hauptrisiken zählen schwankende Nachfrage aufgrund saisonaler Einflüsse, starke Konkurrenz durch bestehende Anbieter und die Gefahr, dass neue Trends wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung nicht rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Ein solider Betriebsplan mit regelmäßigen Test- und Verbesserungszyklen ist daher unerlässlich, um flexibel auf Veränderungen im Markt reagieren zu können.
Fazit: erfolgsfaktoren für die marktpositionierung
Ein Businessplan Kosmetikstudio muss die Marktforschung und Wettbewerbsanalyse als Grundlage für alle weiteren Planungen nutzen. Wer die Marktsegmente und aktuellen Trends kennt, die Hauptwettbewerber analysiert und die Markteintrittsbarrieren realistisch einschätzt, kann gezielt Chancen nutzen und Risiken minimieren. So gelingt eine nachhaltige Positionierung im Kosmetikstudio-Markt der Zukunft.

Produkt- und dienstleistungsangebot im kosmetikstudio: vielfalt, preisgestaltung und kundenbindung
Vielfältige leistungen als basis für den geschäftserfolg
Das Produkt- und Dienstleistungsangebot eines Kosmetikstudios bildet das Herzstück des Businessplans. Typische Leistungen umfassen Gesichtsbehandlungen, Hautanalysen, Maniküre, Pediküre, Haarentfernung sowie Make-up-Beratung. Viele Studios bieten darüber hinaus Spezialbehandlungen wie Anti-Aging-Treatments oder Akne-Therapien an. Die effektivste Gesichtsbehandlung variiert je nach Hauttyp und Kundenbedürfnis, weshalb eine individuelle Beratung und ein breites Angebot essenziell sind.
Ein erfolgreiches Kosmetikstudio differenziert sich durch qualitativ hochwertige Behandlungen und ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Kundinnen und Kunden. Die Kompetenz der Kosmetikerin ist dabei ein entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit und die langfristige Bindung.
Preisgestaltung und budgetplanung: marktgerecht und transparent
Die Preisgestaltung im Kosmetikstudio orientiert sich an den angebotenen Leistungen, dem regionalen Markt und der Zielgruppe. Laut aktuellen Erfahrungswerten investieren Kundinnen und Kunden durchschnittlich einen festen Betrag pro Monat für Kosmetik, was bei der Budgetplanung und der Kalkulation der Planzahlen berücksichtigt werden sollte. Ein Beispiel: Für eine klassische Gesichtsbehandlung werden marktüblich zwischen 40 und 80 Euro berechnet, während Spezialbehandlungen höhere Preise erzielen können.
Um die Rentabilität zu sichern, ist es wichtig, die Break-even-Analyse und den DSCR (Debt Service Coverage Ratio) im Businessplan zu berücksichtigen. Die Preisstruktur sollte transparent kommuniziert werden, um das Vertrauen der Kundschaft zu stärken und Preisdiskussionen zu vermeiden.
Vertriebskanäle: online und offline optimal nutzen
Ein modernes Kosmetikstudio setzt auf mehrere Vertriebskanäle. Neben der klassischen Terminvereinbarung vor Ort gewinnen Online-Buchungssysteme zunehmend an Bedeutung. Über die eigene Website oder spezialisierte Plattformen können Kundinnen und Kunden bequem Termine buchen und sich über das Angebot informieren. Auch Social Media dient als wichtiger Kanal zur Kundenansprache und zur Präsentation von Aktionen oder Neuheiten.
Offline bleibt die persönliche Beratung im Studio ein zentraler Bestandteil der Customer Journey. Ein ansprechendes Ambiente und ein professioneller Empfang sorgen für einen positiven ersten Eindruck und fördern die Weiterempfehlung.
Customer journey, upselling und cross-selling: mehrwert schaffen und umsatz steigern
Die typische Customer Journey im Kosmetikstudio beginnt mit der Informationssuche, gefolgt von der Terminbuchung, dem Besuch im Studio und der Nachbetreuung. Während des Aufenthalts bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Upselling und Cross-Selling. Beispielsweise kann während einer Gesichtsbehandlung auf ergänzende Produkte wie Pflegecremes oder auf zusätzliche Leistungen wie eine Augenbrauenkorrektur hingewiesen werden.
- Upselling: Hochwertigere Behandlungen oder exklusive Pflegeprodukte werden gezielt angeboten, um den Umsatz pro Kunde zu erhöhen.
- Cross-Selling: Ergänzende Dienstleistungen wie Maniküre oder Massagen werden im Paket mit der Hauptbehandlung beworben.
Regelmäßige Test- und Verbesserungszyklen helfen dabei, das Angebot optimal auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abzustimmen und die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu steigern. So kann das Kosmetikstudio nicht nur neue Kundinnen und Kunden gewinnen, sondern auch die Stammkundschaft langfristig binden.

Betriebs- und aktionsplan für das kosmetikstudio: von der planung bis zum erfolgreichen start
Strukturierte prozesse und pre-launch-checkliste für einen reibungslosen ablauf
Ein klar definierter Betriebs- und Aktionsplan ist das Fundament für den erfolgreichen Start eines Kosmetikstudios. Bereits vor der Eröffnung sollten alle Arbeitsabläufe und Prozesse strukturiert festgelegt werden. Dazu gehört eine Pre-Launch-Checkliste, die sicherstellt, dass alle notwendigen Schritte vor dem ersten Kundentermin erledigt sind. Typische Punkte auf dieser Liste sind:
- Einrichtung der Behandlungsräume und Anschaffung der notwendigen Geräte
- Abschluss von Verträgen mit Lieferanten für Kosmetikprodukte
- Schulung des Personals in Hygienevorschriften und Behandlungstechniken
- Erstellung eines Terminmanagementsystems für effiziente Buchungen
- Überprüfung aller deutschen Genehmigungen und Vorschriften für Kosmetikstudios
Mit einer solchen Checkliste werden Fehlerquellen minimiert und der Grundstein für einen professionellen Betrieb gelegt.
Personalbedarf, lieferanten und gesetzliche anforderungen
Der Personalbedarf richtet sich nach dem geplanten Leistungsangebot und der erwarteten Kundenzahl. Für ein Kosmetikstudio ist es essenziell, qualifizierte Kosmetikerinnen einzustellen, die sowohl über Fachwissen als auch über ein sicheres Auftreten verfügen. Eine gute Kosmetikerin erkennt man an ihrer Fachkompetenz, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Fähigkeit, individuelle Kundenbedürfnisse zu erkennen.
Die Auswahl der Lieferanten für Kosmetikprodukte sollte sorgfältig erfolgen. Zuverlässige Partner gewährleisten eine gleichbleibende Qualität der Behandlungen. Zudem müssen alle verwendeten Produkte den deutschen Vorschriften entsprechen, insbesondere in Bezug auf Inhaltsstoffe und Hygiene.
Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen ist für den Betrieb eines Kosmetikstudios in Deutschland unerlässlich. Dazu zählen unter anderem die Anmeldung des Gewerbes, die Beachtung der Hygienevorschriften und gegebenenfalls der Nachweis über entsprechende Qualifikationen.
Die Darstellung Ihrer Betriebskosten, des Break-even-Points und Ihrer Wachstumsstrategie wird mit einem spezialisierten Businessplan für Kosmetikstudio unkompliziert.
90-tage-meilensteine und quartalsziele für nachhaltigen erfolg
Nach der Eröffnung empfiehlt es sich, klare Meilensteine für die ersten 90 Tage zu setzen. Diese können beispielsweise folgende Ziele umfassen:
- Erreichen einer bestimmten Kundenzahl pro Woche
- Aufbau eines festen Stammpublikums
- Optimierung der Behandlungsabläufe auf Basis von Kundenfeedback
- Erste Marketingmaßnahmen zur lokalen Bekanntmachung
Für die weitere Entwicklung sollten Quartalsziele definiert werden, wie etwa die Erweiterung des Angebots um neue Gesichtsbehandlungen oder die Einführung von Kundenbindungsprogrammen. Durch regelmäßige Test- und Verbesserungszyklen lassen sich Prozesse stetig optimieren und die Kundenzufriedenheit erhöhen.
Risikomanagement: herausforderungen frühzeitig erkennen und steuern
Ein professionelles Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil des Businessplans für ein Kosmetikstudio. Mögliche Risiken sind beispielsweise Schwankungen bei der Kundennachfrage, Lieferengpässe bei Kosmetikprodukten oder gesetzliche Änderungen. Durch regelmäßige Überprüfung der Planzahlen und eine flexible Anpassung des Betriebsplans können diese Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Ein durchdachter Betriebs- und Aktionsplan bildet somit die Grundlage für einen erfolgreichen und nachhaltigen Geschäftsbetrieb im Kosmetikstudio.

Finanzprognose und wichtige kennzahlen für den businessplan eines kosmetikstudios
Eine fundierte Finanzprognose ist ein zentrales Element im Businessplan Kosmetikstudio. Sie bietet nicht nur einen Überblick über die erwartete wirtschaftliche Entwicklung, sondern ist auch entscheidend für die Finanzierung und die Überzeugung von Banken. Im Folgenden werden die wichtigsten Bestandteile einer Finanzprognose für ein Kosmetikstudio erläutert, darunter Budgetplanung, Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Cashflow, Break-even-Analyse sowie DSCR und die Berücksichtigung von EBA-Leitlinien.
Budgetplanung und planzahlen für kosmetikstudios
Die Budgetplanung bildet die Basis jeder Finanzprognose. Für ein Kosmetikstudio sollten alle erwarteten Umsätze und Kosten realistisch kalkuliert werden. Zu den typischen Einnahmen zählen Behandlungen wie Gesichtsbehandlungen, Maniküre, Pediküre und weitere kosmetische Dienstleistungen. Die monatlichen Ausgaben umfassen Miete, Personalkosten, Material, Marketing und Versicherungen.
- Beispielhafte Planzahlen: Ein Kosmetikstudio plant im ersten Jahr mit 200 Behandlungen pro Monat zu einem durchschnittlichen Preis von 60 Euro. Das ergibt einen monatlichen Umsatz von 12.000 Euro.
- Die monatlichen Fixkosten (Miete, Personal, Nebenkosten) liegen bei etwa 7.000 Euro, variable Kosten (Material, Verbrauchsgüter) bei 2.000 Euro.
- Für Marketing und Weiterbildungen werden zusätzlich 1.000 Euro pro Monat eingeplant.
So entsteht ein Gesamtbudget, das als Grundlage für die weiteren Finanzberechnungen dient.
Gewinn- und verlustrechnung, bilanz und cashflow
Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zeigt, ob das Kosmetikstudio profitabel arbeitet. Sie stellt die Umsätze den Kosten gegenüber und weist den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag aus. Die Bilanz gibt Auskunft über das Vermögen, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital des Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.
Der Cashflow ist besonders wichtig, um die Liquidität zu sichern. Er zeigt, wie viel Geld tatsächlich zur Verfügung steht, um laufende Verpflichtungen zu erfüllen. Gerade in den ersten Jahren ist es entscheidend, dass das Kosmetikstudio jederzeit zahlungsfähig bleibt.
Break-even-analyse und DSCR als zentrale kennzahlen
Die Break-even-Analyse ermittelt den Punkt, an dem die Einnahmen die Kosten decken. Für ein Kosmetikstudio bedeutet das: Wie viele Behandlungen müssen pro Monat verkauft werden, damit keine Verluste entstehen? Im obigen Beispiel liegt der Break-even bei etwa 167 Behandlungen pro Monat (bei 60 Euro pro Behandlung und 10.000 Euro Gesamtkosten).
Der Debt Service Coverage Ratio (DSCR) misst die Fähigkeit, Zins- und Tilgungszahlungen aus dem operativen Cashflow zu leisten. Ein Wert von über 1,2 gilt als solide. Banken achten besonders auf diese Kennzahl, um das Kreditrisiko einzuschätzen.
Die EBA-Leitlinien (European Banking Authority) verlangen von Banken eine sorgfältige Prüfung der Finanzierungsfähigkeit. Daher sollten im Businessplan alle Annahmen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden.
Test- und verbesserungszyklen für die finanzplanung
Ein professioneller Businessplan Kosmetikstudio sieht regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der Finanzprognose vor. Monatliche Soll-Ist-Vergleiche helfen, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Optimierung einzuleiten. So kann das Studio flexibel auf Marktveränderungen reagieren und die Wirtschaftlichkeit langfristig sichern.
Zusammengefasst ist eine detaillierte Finanzprognose mit allen relevanten Kennzahlen unerlässlich, um Banken zu überzeugen und die Erfolgschancen eines Kosmetikstudios realistisch einzuschätzen.

Häufig gestellte Fragen zum Kosmetikstudio
Wie viel Startkapital benötigt man für ein Kosmetikstudio?
Die Höhe des erforderlichen Startkapitals für ein Kosmetikstudio hängt von verschiedenen Faktoren wie Standort, Größe und Ausstattung ab. Konkrete Zahlen sind im bereitgestellten Kontext nicht genannt, jedoch sollten Gründer die individuellen Kosten sorgfältig kalkulieren und in ihrem Businessplan berücksichtigen.
Welche Bankkennzahlen sind für den Businessplan eines Kosmetikstudios wichtig?
Für den Businessplan eines Kosmetikstudios sind Kennzahlen wie der Debt Service Coverage Ratio (DSCR) und die Gewinnmarge relevant. Diese Kennzahlen helfen Banken und Investoren, die finanzielle Tragfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens einzuschätzen.
Wie kann man Preise und Nachfrage für ein Kosmetikstudio realistisch einschätzen?
Die realistische Einschätzung von Preisen und Nachfrage basiert auf einer Marktanalyse und der Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Im Businessplan sollten die geplanten Preise und die erwartete Kundennachfrage nachvollziehbar und auf Basis vorhandener Daten dargestellt werden.
Sollte der Businessplan für ein Kosmetikstudio einen 3- oder 5-Jahres-Horizont abdecken?
Ein Businessplan für ein Kosmetikstudio sollte idealerweise einen Zeitraum von mindestens drei bis fünf Jahren abdecken. Dies ermöglicht eine fundierte Planung und gibt Banken sowie Investoren einen langfristigen Überblick über die Entwicklung des Unternehmens.
Was sind häufige Fehler beim Erstellen eines Businessplans für ein Kosmetikstudio?
Häufige Fehler beim Businessplan für ein Kosmetikstudio sind ungenaue Kostenkalkulationen, unrealistische Umsatzprognosen und fehlende Marktanalysen. Eine sorgfältige und realistische Planung ist entscheidend für den späteren Unternehmenserfolg.
Wie sollte das Controlling im ersten Jahr nach der Gründung eines Kosmetikstudios aussehen?
Im ersten Jahr nach der Gründung ist ein regelmäßiges Controlling besonders wichtig, um Abweichungen vom Businessplan frühzeitig zu erkennen. Unternehmer sollten ihre Finanzen, Kundenzahlen und Kosten kontinuierlich überwachen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen.
Quellen
- Elas Kosmetikstudio – Metzingen
- Elena Beauty & Mehr – Coburg – Fachinstitut für Medical …
- Herzlich willkommen im Kosmetikstudio in Mutterstadt
- Hübscher Kosmetikstudio: Startseite – Pfarrkirchen
- Kosmetikstudio für professionelle Beauty-Behandlungen in …
- Kosmetikstudio in Oldenburg – the CHOICE in beauty
- Kosmetikstudio La Beauté – Beauty & Spa in Gifhorn
- Wellness- und Kosmetikstudio Sylvia Manninga Großheide
Artikel geschrieben am 06/03/2026

Stefano Ventura — Gründer von Bsness, einem Softwareunternehmen, das in Deutschland, Frankreich, Spanien, England und Italien tätig ist. Er hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und ist qualifizierter Wirtschaftsprüfer. Nach einer erfolgreichen Karriere mit Spezialisierung auf Budgets und Businesspläne widmet er sich nun vollständig der Entwicklung von Bsness.