Ein Businessplan für ein Schokoladengeschäft ist im deutschen Markt 2026-2027 unverzichtbar, um sich zwischen traditionellen Manufakturen und modernen Erlebniswelten erfolgreich zu positionieren. Die Unternehmensplanung muss aktuelle Herausforderungen wie steigende Qualitätsansprüche, neue Vertriebskanäle und wachsende regulatorische Anforderungen berücksichtigen. Gerade weil der Markt von bekannten Häusern wie Rausch, RITTER SPORT oder Läderach geprägt ist, sind eine fundierte Marktanalyse und ein klar definiertes Angebot entscheidend. Unser aktualisierter Leitfaden für Deutschland zeigt Schritt für Schritt, wie Sie mit einer überzeugenden Executive Summary, detaillierter Marktforschung, durchdachtem Betriebsplan und realistischen Finanzprognosen die Weichen für nachhaltigen Erfolg stellen. Im FAQ-Teil beantworten wir zudem die wichtigsten Fragen zur Gründung und Planung eines Schokoladengeschäfts.
Verpassen Sie nicht unsere weiteren nützlichen Artikel für Ihre Unternehmensgründung

Executive summary: erfolgsfaktoren und ziele für einen businessplan im schokoladengeschäft 2026
Geschäftsmodell und positionierung im schokoladenmarkt
Das Schokoladengeschäft in Deutschland ist geprägt von einer Vielfalt an Konzepten – von traditionellen Manufakturen wie Sawade und Erich Hamann bis hin zu modernen Erlebniswelten wie dem Rausch Schokoladenhaus oder der RITTER SPORT Bunte Schokowelt. Ein zukunftsorientierter Businessplan für ein Schokoladengeschäft im Jahr 2026 sollte diese Bandbreite berücksichtigen und ein hybrides Geschäftsmodell entwickeln, das sowohl handgefertigte Premiumprodukte als auch individuelle Schokoladenerlebnisse bietet.
Das geplante Geschäft verbindet die Herstellung hochwertiger Pralinen und Schokoladen mit einem Erlebnisbereich, in dem Kunden ihre eigene Schokolade kreieren können. Ergänzt wird das Angebot durch einen Online-Shop für den deutschlandweiten Versand. Ziel ist es, sich durch Qualität, Individualisierung und ein einzigartiges Kundenerlebnis von Wettbewerbern abzuheben.
Zielgruppe und alleinstellungsmerkmale
Die Zielgruppe umfasst Schokoladenliebhaber im Alter von 25 bis 60 Jahren, die Wert auf handwerkliche Qualität, Exklusivität und Erlebnis legen. Besonders angesprochen werden sollen Genießer, Geschenkekäufer sowie Touristen in urbanen Lagen.
Das Alleinstellungsmerkmal liegt in der Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und interaktiven Erlebnisangeboten – inspiriert von Vorbildern wie dem Rausch Schokoladenhaus und der RITTER SPORT Bunte Schokowelt. Die Möglichkeit, eigene Schokoladenkreationen zu gestalten, sowie die Transparenz der Herstellung (z. B. gläserne Manufaktur) schaffen zusätzliche Anreize.
Smart-ziele für das schokoladengeschäft 2026
- Umsatzziel: Im ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von mindestens 750.000 Euro erzielen.
- Marktanteil: Innerhalb von zwei Jahren einen lokalen Marktanteil von 5 % im Premium-Segment für handgefertigte Schokolade erreichen.
- Kundenbindung: Bis Ende 2026 eine Wiederkaufrate von mindestens 30 % bei Stammkunden generieren.
- Erlebnisbereich: Monatlich mindestens 200 Teilnehmer für Schokoladen-Workshops gewinnen.
- Online-Vertrieb: Im zweiten Jahr mindestens 20 % des Gesamtumsatzes über den Online-Shop erwirtschaften.
Wichtige kpis zur erfolgsmessung
- Umsatzentwicklung (monatlich und jährlich)
- Anzahl der verkauften Produkte (stationär und online)
- Kundenfrequenz im Geschäft und bei Events
- Wiederkaufrate und Kundenbindungsrate
- Durchschnittlicher Warenkorbwert
- Teilnehmerzahlen bei Workshops und Erlebnisangeboten
- Online-Shop Conversion Rate
- Kundenzufriedenheit (z. B. durch Bewertungen und Feedback)
Die konsequente Überwachung dieser KPIs ermöglicht es, das Geschäftsmodell flexibel an Marktveränderungen anzupassen und die Wachstumsziele effizient zu verfolgen.

Marktanalyse für den businessplan: schokoladengeschäft in deutschland 2026–2027
Marktsegmentierung: premium, bio und vegane schokolade im fokus
Der deutsche Schokoladenmarkt zeichnet sich durch eine breite Segmentierung aus, die für einen Businessplan Schokoladengeschäft essenziell ist. Neben klassischen Tafeln und Pralinen gewinnen Premiumprodukte, Bio-Schokolade und vegane Alternativen zunehmend an Bedeutung. Traditionelle Manufakturen wie Sawade in Berlin oder die Lauenstein Confiserie im Frankenwald setzen auf handgefertigte Pralinen und exklusive Rezepturen, die gezielt das Premiumsegment bedienen. Gleichzeitig reagieren moderne Erlebniswelten wie das Rausch Schokoladenhaus in Berlin oder die RITTER SPORT Bunte Schokowelt auf den Trend zur Individualisierung, indem sie Kunden ermöglichen, eigene Schokoladenkreationen herzustellen.
Für Gründer eines Schokoladengeschäfts ist es daher ratsam, das Sortiment klar zu positionieren: Wer sich auf hochwertige, handgemachte Produkte oder innovative Geschmackserlebnisse spezialisiert, kann sich von Massenware abheben und eine zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen.
Aktuelle trends und nachfrageschätzung
Die Nachfrage nach Erlebnis-Shopping und individuellen Genussmomenten wächst stetig. Schokoladenhäuser wie das Schokoladenmuseum Köln oder Läden mit gläserner Manufaktur bieten nicht nur Produkte, sondern auch Erlebnisse und Workshops an. Diese Entwicklung eröffnet neue Chancen für Geschäftsmodelle, die auf Events, Verkostungen und Personalisierung setzen.
- Steigende Nachfrage nach veganen und Bio-Schokoladen
- Wachsende Bedeutung von Geschenkideen und individuellen Verpackungen
- Erlebnisorientierte Angebote als Umsatztreiber
Für die Nachfrageschätzung im Businessplan empfiehlt sich eine Orientierung an bestehenden Erlebniswelten und Manufakturen, die mit Veranstaltungen und exklusiven Produkten hohe Besucherzahlen und stabile Umsätze erzielen.
Hauptwettbewerber und eintrittsbarrieren
Der Wettbewerb im deutschen Schokoladensegment ist intensiv. Zu den Hauptwettbewerbern zählen große Marken wie RITTER SPORT und Läderach mit deutschlandweiten Filialen, aber auch traditionsreiche Manufakturen wie Sawade oder Erich Hamann. Diese Unternehmen verfügen über starke Marken, langjährige Erfahrung und ein treues Kundenklientel.
Die Darstellung Ihrer Betriebskosten, des Break-even-Points und Ihrer Wachstumsstrategie wird mit einem spezialisierten Businessplan für Schokoladengeschäft unkompliziert.
Die Eintrittsbarrieren für neue Schokoladengeschäfte liegen vor allem in der Markenbekanntheit, der Produktqualität und der Standortwahl. Wer sich erfolgreich positionieren möchte, sollte auf einzigartige Sortimente, regionale Spezialitäten oder innovative Erlebnisangebote setzen.
Risiken: rohstoffpreise und konsumtrends
Ein zentrales Risiko für das Schokoladengeschäft sind schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kakao. Diese können die Kalkulation und Preisgestaltung erheblich beeinflussen. Ebenso ist der Markt von Konsumtrends abhängig: Ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein kann die Nachfrage nach zuckerhaltigen Produkten dämpfen, während Bio- und vegane Produkte profitieren.
Für den Businessplan Schokoladengeschäft empfiehlt sich daher ein flexibles Sortiments- und Preismodell sowie regelmäßige Test- und Verbesserungszyklen, um auf Marktveränderungen reagieren zu können. Die Integration von Nachhaltigkeit und Transparenz in der Lieferkette kann zudem das Vertrauen der Kunden stärken und neue Zielgruppen erschließen.

Produkt- und dienstleistungsangebot im schokoladengeschäft: vielfalt, individualisierung und erlebnis
Handgefertigte schokoladen und pralinen als kernsortiment
Das Herzstück eines erfolgreichen Schokoladengeschäfts bildet ein hochwertiges Sortiment an Schokoladen und Pralinen. In Deutschland reicht das Angebot von traditionellen Manufakturen wie Sawade, die seit 1880 handgefertigte Pralinen und Trüffel anbieten, bis zu modernen Erlebniswelten wie dem Rausch Schokoladenhaus in Berlin. Typische Produkte sind edle Tafelschokoladen, klassische und kreative Pralinen sowie Trüffel in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Lauenstein Confiserie beispielsweise ist für ihre feinen Pralinen bekannt, die Besucher in einer gläsernen Manufaktur erleben können. Auch Schokoladen-Spezialitäten aus internationalen Regionen und limitierte Editionen bieten sich an, um das Sortiment zu differenzieren und verschiedene Zielgruppen anzusprechen.
Zusatzservices: personalisierung und events als mehrwert
Ein zukunftsorientierter Businessplan für ein Schokoladengeschäft berücksichtigt Zusatzservices, die das Kundenerlebnis steigern. Besonders gefragt sind Personalisierungsangebote, wie sie etwa die RITTER SPORT Bunte Schokowelt bietet: Kunden können ihre eigene Schokolade nach individuellen Wünschen herstellen. Auch Events und Workshops – beispielsweise Pralinenkurse oder Schokoladenverkostungen – schaffen Erlebnisse, die über den reinen Produktverkauf hinausgehen. Im Schokoladenmuseum Köln ist der Schokoladenbrunnen ein Besuchermagnet, an dem Gäste direkt probieren können. Solche Angebote fördern die Kundenbindung und bieten Potenzial für Upselling und Cross-Selling, etwa durch den Verkauf von Event-Gutscheinen oder Geschenkpaketen.
Preisgestaltung und vertriebskanäle: flexibel und zielgruppenorientiert
Die Preisgestaltung im Schokoladengeschäft orientiert sich an der Qualität der Rohstoffe, der Handwerkskunst und dem Erlebniswert. Premiumprodukte wie handgefertigte Pralinen oder individuell gestaltete Schokoladen können zu höheren Preisen angeboten werden. Für den Vertrieb empfiehlt sich eine Mehrkanalstrategie:
- Eigener Laden: Direktverkauf mit persönlicher Beratung und Erlebnischarakter, wie bei Bitter & Zart in Frankfurt oder Erich Hamann in Berlin.
- Online-Shop: Versand von Schokoladen-Spezialitäten direkt nach Hause, ideal für Geschenkbestellungen und überregionale Kunden.
- B2B-Vertrieb: Kooperationen mit Unternehmen, z. B. für individuelle Firmenpräsente oder Eventausstattungen.
Die Kombination dieser Kanäle erhöht die Reichweite und ermöglicht eine flexible Anpassung an Marktentwicklungen.
Customer journey und möglichkeiten für upselling/cross-selling
Die Customer Journey im Schokoladengeschäft beginnt häufig mit einem Erlebnis vor Ort – etwa beim Besuch einer Manufaktur oder eines Schokoladenhauses. Durch Verkostungen, Live-Demonstrationen und Personalisierungsangebote werden Kunden emotional an die Marke gebunden. Im Anschluss bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Upselling und Cross-Selling:
- Zusätzliche Produkte wie Geschenkverpackungen, exklusive Editionen oder passende Getränke (z. B. Wein, Kaffee).
- Erweiterte Dienstleistungen wie Workshops, Events oder individuelle Beratung für Firmenkunden.
- Rabattaktionen beim Kauf größerer Mengen oder für wiederkehrende Kunden.
Ein durchdachtes Sortiments- und Servicekonzept ist somit ein zentraler Bestandteil jedes Businessplans für ein Schokoladengeschäft und bildet die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und eine starke Marktposition.

Betriebs- und aktionsplan für ein schokoladengeschäft: von der produktion bis zum erfolgreichen markteintritt
Produktions- und verkaufsprozesse im schokoladengeschäft
Ein effizienter Betriebsplan ist das Rückgrat jedes erfolgreichen Schokoladengeschäfts. In Deutschland reicht die Bandbreite von traditionellen Manufakturen wie Sawade oder Erich Hamann bis hin zu modernen Erlebniswelten wie dem Rausch Schokoladenhaus. Die Produktion kann handgefertigte Pralinen, individuell gestaltete Schokoladen oder klassische Tafeln umfassen. Der Verkaufsprozess findet entweder im eigenen Ladenlokal, über einen Museumsshop oder in Erlebniswelten statt, in denen Kunden beispielsweise ihre eigene Schokolade kreieren können.
- Produktionsschritte: Auswahl hochwertiger Rohstoffe, Herstellung der Schokoladenmasse, Veredelung (z. B. Füllungen, Toppings), Verpackung und Präsentation.
- Verkaufskanäle: Direktverkauf im Geschäft, Online-Shop, Events und Kooperationen mit Museen oder Erlebniswelten.
Die Preisgestaltung orientiert sich an der Qualität, der Einzigartigkeit des Angebots und dem Standort. Premiumprodukte wie handgefertigte Pralinen erzielen höhere Margen, während Erlebnisangebote zusätzliche Einnahmequellen schaffen.
Pre-launch-checkliste und 90-tage-meilensteine
Vor der Eröffnung eines Schokoladengeschäfts ist eine strukturierte Pre-Launch-Checkliste entscheidend:
- Abschluss von Miet- und Lieferverträgen
- Einrichtung der Produktions- und Verkaufsflächen
- Beschaffung von Rohstoffen und Verpackungsmaterialien
- Schulung des Personals in Produktion und Kundenservice
- Erstellung eines Marketingplans (z. B. Eröffnungsaktionen, Social Media)
- Erfüllung aller behördlichen Auflagen und Genehmigungen
Die ersten 90 Tage nach der Eröffnung sind entscheidend für die Etablierung am Markt. Typische Meilensteine sind:
- Erreichen eines definierten Umsatzniveaus (z. B. 30 % des geplanten Quartalsumsatzes)
- Aufbau eines festen Kundenstamms durch gezielte Aktionen
- Optimierung der Produktionsabläufe auf Basis von Kundenfeedback
Quartalsziele und personalbedarf im ersten geschäftsjahr
Für das erste Jahr empfiehlt sich eine Quartalsplanung mit klaren Zielen:
Die Darstellung Ihrer Betriebskosten, des Break-even-Points und Ihrer Wachstumsstrategie wird mit einem spezialisierten Businessplan für Schokoladengeschäft unkompliziert.
- Q1: Markenbekanntheit steigern, Prozesse stabilisieren, erste Kooperationen mit lokalen Partnern (z. B. Museen, Cafés) eingehen
- Q2: Sortiment erweitern, Online-Vertrieb starten, Kundenbindungsprogramme einführen
- Q3: Teilnahme an regionalen Events, Optimierung der Preisstrategie, Ausbau des Lieferantennetzwerks
- Q4: Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft, Umsatzmaximierung, Jahresauswertung und Planung für das Folgejahr
Der Personalbedarf richtet sich nach Betriebsgröße und Angebot. In einer Manufaktur wie Sawade sind erfahrene Chocolatiers, Verkaufspersonal und Servicekräfte erforderlich. Für Erlebniswelten oder größere Shops wie das Rausch Schokoladenhaus werden zusätzlich Eventmanager und Guides benötigt.
Lieferantenmanagement, genehmigungen und risikomanagement
Ein stabiles Lieferantennetzwerk ist essenziell. Die Auswahl zuverlässiger Rohstofflieferanten (z. B. für Kakao, Nüsse, Verpackungen) sichert gleichbleibende Qualität. Die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern kann zudem die Frische und Exklusivität der Produkte erhöhen.
In Deutschland sind für den Betrieb eines Schokoladengeschäfts verschiedene Genehmigungen und Vorschriften zu beachten:
- Gewerbeanmeldung beim zuständigen Amt
- Lebensmittelrechtliche Genehmigungen (Hygiene, HACCP-Konzept)
- Einhaltung von Kennzeichnungspflichten (Allergene, Zutaten)
- Arbeitsschutz und ggf. baurechtliche Auflagen
Das Risikomanagement umfasst Maßnahmen wie regelmäßige Qualitätskontrollen, Versicherungsschutz (Betriebshaftpflicht, Produkthaftung), Notfallpläne bei Lieferengpässen und die kontinuierliche Anpassung des Sortiments an Markttrends. Test- und Verbesserungszyklen, etwa durch Kundenfeedback oder saisonale Aktionen, helfen, das Angebot stetig zu optimieren und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Finanzprognosen und kennzahlen für den businessplan eines schokoladengeschäfts
Budgetplanung und gewinn- und verlustrechnung für schokoladengeschäfte
Ein solider Businessplan für ein Schokoladengeschäft benötigt eine detaillierte Finanzprognose für die kommenden drei bis fünf Jahre. Die Budgetplanung umfasst dabei alle erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Zu den typischen Kostenpositionen zählen Miete für Verkaufsflächen – wie sie etwa in zentralen Lagen Berlins oder Frankfurts für traditionelle Chocolaterien wie Sawade oder Bitter & Zart anfallen –, Personalaufwand für Fachkräfte, Wareneinkauf von hochwertigen Kakaoprodukten sowie Marketingmaßnahmen zur Positionierung am Markt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) stellt die erwarteten Umsätze den Kosten gegenüber. Für ein Schokoladengeschäft, das beispielsweise handgefertigte Pralinen oder individuelle Schokoladenkreationen wie bei RITTER SPORT anbietet, ist es wichtig, realistische Absatzmengen und Verkaufspreise zu kalkulieren. Die GuV zeigt, ab welchem Zeitpunkt das Geschäft profitabel arbeitet und wie sich der Gewinn im Zeitverlauf entwickelt.
Bilanz und cashflow-planung: liquidität sichern
Die Bilanz gibt einen Überblick über die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Schokoladengeschäfts. Zu den Vermögenswerten zählen etwa Warenlager (z.B. Pralinen, Tafelschokolade), Einrichtungsgegenstände für den Verkaufsraum und flüssige Mittel. Auf der Passivseite stehen Eigenkapital und mögliche Bankdarlehen.
Ein Cashflow-Plan ist essenziell, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Gerade in saisonalen Hochzeiten – wie Ostern oder Weihnachten, wenn die Nachfrage nach Schokolade besonders hoch ist – muss genügend Liquidität vorhanden sein, um größere Warenmengen vorzufinanzieren. Ein durchdachter Cashflow-Plan hilft, Engpässe zu vermeiden und Investitionen, etwa in neue Produktlinien oder Erlebnisangebote wie im Schokoladenmuseum Köln, gezielt zu steuern.
Break-even-analyse und dscr: rentabilität und kreditwürdigkeit
Die Break-even-Analyse zeigt, ab welchem Umsatz das Schokoladengeschäft die Gewinnzone erreicht. Für ein Fachgeschäft, das hochwertige Pralinen wie Lauenstein oder FrischSchoggi von Läderach verkauft, ist es entscheidend, die Fixkosten (z.B. Miete, Personal) und variablen Kosten (z.B. Rohstoffe, Verpackung) genau zu kennen. Die Analyse beantwortet die Frage: Wie viele Tafeln Schokolade oder Pralinen müssen monatlich verkauft werden, um alle Kosten zu decken?
Für Bankgespräche ist der Debt Service Coverage Ratio (DSCR) eine zentrale Kennzahl. Sie gibt an, wie gut das Schokoladengeschäft in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten aus dem laufenden Cashflow zu bedienen. Ein DSCR von über 1,2 wird von Banken häufig als solide angesehen. Die Einhaltung der EBA-Leitlinien (Europäische Bankenaufsichtsbehörde) ist dabei wichtig, um die Kreditwürdigkeit zu unterstreichen und günstige Finanzierungskonditionen zu erhalten.
Planzahlen und testzyklen: flexibilität und optimierung
Erfolgreiche Schokoladengeschäfte wie Rausch oder Erich Hamann passen ihr Sortiment und ihre Betriebsabläufe regelmäßig an die Marktnachfrage an. Im Businessplan sollten daher Planzahlen für verschiedene Szenarien (optimistisch, realistisch, vorsichtig) enthalten sein. Test- und Verbesserungszyklen – etwa für neue Produktideen oder Preismodelle – ermöglichen es, das Geschäftsmodell kontinuierlich zu optimieren und Risiken frühzeitig zu erkennen.
Mit einer fundierten Finanzprognose, die alle relevanten Kennzahlen und Szenarien abdeckt, schaffen Gründer eines Schokoladengeschäfts die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und überzeugen Banken sowie Investoren von der Tragfähigkeit ihres Vorhabens.

Häufig gestellte Fragen zum Schokoladengeschäft
Wie viel Startkapital benötigt man für ein Schokoladengeschäft in Deutschland?
Die Höhe des Startkapitals für ein Schokoladengeschäft hängt stark vom Konzept und Standort ab. Besonders bei größeren Projekten wie Erlebniswelten oder Manufakturen, wie sie in Deutschland verbreitet sind, sollte das Startkapital entsprechend kalkuliert werden. Eine genaue Summe ist abhängig von Faktoren wie Ladenfläche, Ausstattung und Sortiment.
Welche Bankkennzahlen sind für den Businessplan eines Schokoladengeschäfts relevant?
Für den Businessplan Schokoladengeschäft sind Kennzahlen wie Margen und der Debt Service Coverage Ratio (DSCR) wichtig, um die Rentabilität und die Fähigkeit zur Kreditrückzahlung zu belegen. Banken achten besonders auf realistische Kalkulationen und nachvollziehbare Umsatzprognosen.
Wie schätzt man Preise und Nachfrage im Schokoladengeschäft realistisch ein?
Die Preisgestaltung orientiert sich an etablierten Anbietern wie traditionellen Manufakturen und modernen Schokoladenhäusern. Die Nachfrage lässt sich durch die Analyse bestehender Geschäfte und deren Sortimente sowie durch die Beobachtung von Kundenfrequenz und Produktvielfalt einschätzen.
Ist für einen Businessplan Schokoladengeschäft ein 3- oder 5-Jahres-Plan sinnvoll?
Ein 3- bis 5-Jahres-Plan ist für ein Schokoladengeschäft sinnvoll, da er die Entwicklung des Unternehmens und die Marktdynamik realistisch abbildet. Besonders bei Investitionen in hochwertige Ausstattung und Sortimentserweiterungen ist eine mehrjährige Planung empfehlenswert.
Welche typischen Fehler sollten beim Businessplan für ein Schokoladengeschäft vermieden werden?
Häufige Fehler sind zu optimistische Umsatzprognosen und das Unterschätzen der Konkurrenz durch etablierte Marken und Manufakturen. Auch eine unzureichende Marktanalyse kann zu Fehleinschätzungen bei Sortiment und Zielgruppe führen.
Wie funktioniert das Controlling im ersten Jahr eines Schokoladengeschäfts?
Im ersten Jahr ist ein regelmäßiges Controlling wichtig, um Abweichungen bei Umsatz, Kosten und Nachfrage frühzeitig zu erkennen. Die Orientierung an erfolgreichen Beispielen aus dem deutschen Markt hilft, die eigenen Kennzahlen realistisch zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen.
Quellen
- Chokoin | Schokogalerie | München
- Cortez Schokoladen: Schokolade in Köln
- Frische Schokolade und Pralinés – Läderach
- Fritz Kunder GmbH | Die Kunst der süßen … – Wiesbaden
- Goldhelm Schokolade – Erfurt
- Rausch | Edelkakao-Schokolade & Pralinen online kaufen
- Schokoladenshop Felicitas
- Ullis Confiserie: Handgemachte Pralinen und … – Winnenden
Artikel geschrieben am 16/03/2026

Stefano Ventura — Gründer von Bsness, einem Softwareunternehmen, das in Deutschland, Frankreich, Spanien, England und Italien tätig ist. Er hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und ist qualifizierter Wirtschaftsprüfer. Nach einer erfolgreichen Karriere mit Spezialisierung auf Budgets und Businesspläne widmet er sich nun vollständig der Entwicklung von Bsness.