Ein Businessplan ist für die Eröffnung und den Betrieb eines Zeitungskiosks in Deutschland im Jahr 2026/2027 unerlässlich. Die aktuellen Marktbedingungen stellen Selbstständige und Unternehmer vor besondere Herausforderungen, da sich das Konsumverhalten und die regulatorischen Anforderungen stetig verändern. Ein fundierter Businessplan bietet die Grundlage für eine strukturierte Unternehmensplanung, unterstützt bei der Finanzierung und hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen. Insbesondere die Marktanalyse und die Planung von Kennzahlen wie Cashflow und Gewinn- und Verlustrechnung sind entscheidend, um den Break-even zu erreichen und den langfristigen Erfolg zu sichern. In den folgenden Kapiteln erfahren Gründer, wie sie alle relevanten Aspekte – von der Analyse des Zeitungsmarktes bis zur Umsetzung regulatorischer Vorgaben – praxisnah und aktuell für den deutschen Markt umsetzen können.
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Executive summary: erfolgreicher businessplan für einen zeitungskiosk 2026
Ein Businessplan für einen Zeitungskiosk bildet die Grundlage für eine nachhaltige und profitable Unternehmensführung im Einzelhandel mit Zeitungen und Magazinen. Die Executive Summary fasst die wichtigsten Aspekte des Vorhabens zusammen und gibt einen kompakten Überblick über Geschäftsmodell, SMART-Ziele und relevante Kennzahlen (KPIs), die für die Branche entscheidend sind. Im Folgenden werden die zentralen Elemente für einen modernen Zeitungskiosk im Jahr 2026 dargestellt.
Smart-ziele für den zeitungskiosk: konkrete und messbare vorgaben
- Umsatzziel: Bis Ende 2026 soll ein monatlicher Umsatz von 12.000 Euro erreicht werden, wobei mindestens 60 % aus dem Verkauf von Zeitungen und Magazinen stammen.
- Kundenziel: Die Anzahl der wiederkehrenden Kunden soll innerhalb des ersten Jahres auf mindestens 500 Stammkunden steigen.
- Rentabilitätsziel: Der Zeitungskiosk soll spätestens im vierten Quartal 2026 die Gewinnschwelle (Break-even) erreichen und eine Umsatzrendite von mindestens 8 % erzielen.
- Sortimentsziel: Bis zum Jahresende 2026 sollen mindestens 90 % der fünf größten deutschen Tageszeitungen dauerhaft im Sortiment verfügbar sein.
Diese SMART-Ziele sind spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden. Sie bieten eine klare Orientierung für die operative und strategische Steuerung des Zeitungskiosks.
Geschäftsmodell: zeitungskiosk als nahversorger und treffpunkt
Das Geschäftsmodell eines Zeitungskiosks basiert auf dem Verkauf von Zeitungen, Magazinen und ergänzenden Produkten des täglichen Bedarfs. Im Fokus steht die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit aktuellen Printmedien, darunter die fünf größten deutschen Tageszeitungen. Der Kiosk fungiert als Nahversorger und sozialer Treffpunkt, der durch persönliche Beratung und ein breites Sortiment überzeugt.
Die Preisgestaltung orientiert sich an den festgelegten Verkaufspreisen der Verlage. Eine typische Tageszeitung kostet im Kiosk zwischen 2 und 3 Euro, abhängig von Titel und Region. Ergänzend werden Snacks, Getränke und kleine Dienstleistungen angeboten, um die Umsatzbasis zu verbreitern und die Kundenfrequenz zu erhöhen.
Relevante kpis: steuerungsgrößen für den zeitungskiosk
Für die Erfolgsmessung und Steuerung des Zeitungskiosks sind folgende KPIs (Key Performance Indicators) besonders relevant:
- Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche: Gibt Aufschluss über die Effizienz der Flächennutzung.
- Durchschnittlicher Warenkorbwert: Zeigt, wie viel ein Kunde im Schnitt pro Einkauf ausgibt.
- Wiederkaufrate: Misst die Bindung der Kunden an den Kiosk.
- Sortimentsabdeckung: Anteil der wichtigsten Tageszeitungen und Magazine im Angebot.
- Deckungsbeitrag: Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten, entscheidend für die Rentabilität.
Diese Kennzahlen ermöglichen eine zielgerichtete Steuerung und kontinuierliche Verbesserung des Geschäftsmodells. Durch regelmäßige Test- und Verbesserungszyklen können Sortiment, Service und Preisgestaltung optimal an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.
Die Executive Summary eines Businessplans für einen Zeitungskiosk legt somit die Basis für eine strukturierte und erfolgsorientierte Unternehmensführung im Jahr 2026.

Marktanalyse für den businessplan zeitungskiosk: trends, wettbewerb und chancen 2026-2027
Marktsegmentierung und aktuelle entwicklungen im zeitungskiosk-geschäft
Für einen Businessplan Zeitungskiosk ist eine fundierte Marktanalyse essenziell. Der deutsche Zeitungsmarkt lässt sich in verschiedene Marktsegmente unterteilen, die für die Planung eines Kiosks relevant sind. Dazu zählen insbesondere der Verkauf von Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Magazinen sowie ergänzende Produkte wie Tabakwaren, Getränke oder kleine Snacks. Die aktuellen Trends im Zeitraum 2026-2027 sind geprägt von einer fortschreitenden Digitalisierung und einer gleichzeitigen Print-Renaissance. Während digitale Angebote wachsen, bleibt das Bedürfnis nach gedruckten Zeitungen und Magazinen in bestimmten Zielgruppen stabil oder steigt sogar leicht an.
- Print-Renaissance: Trotz Digitalisierung gibt es eine Rückbesinnung auf Printprodukte, insbesondere bei regionalen und überregionalen Tageszeitungen.
- Digitalisierung: Digitale Zeitungsangebote und Online-Kioske gewinnen an Bedeutung, beeinflussen aber das stationäre Geschäft unterschiedlich stark.
- Ergänzende Sortimente: Viele Kioske erweitern ihr Angebot um Produkte des täglichen Bedarfs, um zusätzliche Umsätze zu generieren.
Hauptwettbewerber und markteintrittsbarrieren für zeitungskioske
Im deutschen Markt sind die größten Tageszeitungen wichtige Umsatzträger für Kioske. Zu den fünf größten deutschen Tageszeitungen zählen etablierte Titel, die regelmäßig am Kiosk nachgefragt werden. Die Wettbewerbssituation ist durch eine Vielzahl an stationären Kiosken, Supermärkten mit Zeitungsregalen sowie digitalen Plattformen wie United Kiosk geprägt. Der Wettbewerb mit Online-Kiosken nimmt zu, wobei der stationäre Kiosk durch persönliche Beratung und Sofortverfügbarkeit punktet.
- Hauptwettbewerber: Andere Kioske, Supermärkte, Tankstellen und digitale Plattformen.
- Markteintrittsbarrieren: Standortwahl, Zugang zu Vertriebspartnern (z.B. Zeitungsverlage), Investitionskosten und laufende Betriebskosten.
- Preisgestaltung: Zeitungen haben meist einen festen Verkaufspreis, der vom Verlag vorgegeben wird. Die Marge für den Kiosk ist dadurch kalkulierbar, aber begrenzt.
Nachfrageschätzung, hauptrisiken und chancen für den businessplan zeitungskiosk
Die Nachfrageschätzung für einen Zeitungskiosk basiert auf der Analyse von Passantenfrequenz, Zielgruppenstruktur und dem lokalen Wettbewerb. Die Nachfrage nach Printprodukten bleibt insbesondere in urbanen Lagen mit hoher Laufkundschaft relevant. Für den Businessplan Zeitungskiosk ist es wichtig, realistische Planzahlen für den Absatz von Zeitungen und ergänzenden Produkten zu entwickeln. Hauptrisiken ergeben sich aus der Verlagerung von Lesern zu digitalen Medien, Preisdruck und möglichen Veränderungen im Vertriebsnetz der Verlage.
Von der Marktforschung bis zu den Finanzprognosen hilft Ihnen ein maßgeschneiderter Businessplan für Zeitungskiosk, Ihre Geschäftsidee in ein bankfähiges Konzept umzuwandeln.
- Hauptrisiken: Rückgang der Printauflagen, steigende Betriebskosten, Veränderungen im Konsumverhalten, Konkurrenz durch Online-Angebote.
- Chancen: Ausbau des Sortiments, gezielte Ansprache von Stammkunden, Nutzung von Print-Renaissance-Trends.
- Test- und Verbesserungszyklen: Regelmäßige Überprüfung des Sortiments und Anpassung an die Nachfrage sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
Ein erfolgreicher Businessplan Zeitungskiosk berücksichtigt diese Marktbedingungen und entwickelt Strategien, um sich im Wettbewerb zu behaupten und die Chancen des Marktes optimal zu nutzen.

Produkt- und dienstleistungsangebot im zeitungskiosk: vielfalt, preisgestaltung und vertriebskanäle
Printmedien als kernsortiment: zeitungen und zeitschriften
Das zentrale Angebot eines Zeitungskiosks besteht traditionell aus dem Verkauf von Printmedien. Hierzu zählen insbesondere deutsche Tageszeitungen sowie eine breite Auswahl an Zeitschriften. Zu den fünf größten deutschen Tageszeitungen gehören etablierte Titel, die regelmäßig nachgefragt werden. Die Preisgestaltung für Zeitungen im Kiosk orientiert sich an den vom Verlag festgelegten Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Zeitung im Kiosk variiert je nach Titel und Ausgabe, wobei Tageszeitungen in der Regel günstiger sind als Spezialzeitschriften. Das Sortiment wird durch Wochenzeitungen, Magazine und regionale Blätter ergänzt, um eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen.
Digitale medien und zusatzsortiment: neue umsatzchancen
Mit dem Wandel der Medienlandschaft erweitern viele Zeitungskioske ihr Angebot um digitale Medien. Hierzu zählen digitale Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften, die entweder als Download oder über spezielle Plattformen wie United Kiosk angeboten werden. Der Verkauf digitaler Medien eröffnet zusätzliche Vertriebskanäle und spricht eine technikaffine Kundschaft an. Ergänzend dazu bieten viele Kioske ein Zusatzsortiment an, das von Tabakwaren über Süßwaren bis hin zu Getränken reicht. Dieses Cross-Selling-Potenzial trägt maßgeblich zur Umsatzsteigerung bei und erhöht die Verweildauer der Kunden im Geschäft.
Preisgestaltung und vertriebskanäle: flexibilität und reichweite
Die Preisgestaltung im Zeitungskiosk ist in erster Linie durch die Verlage vorgegeben. Dennoch können Kioskbetreiber durch gezielte Aktionen, wie Bündelangebote oder Rabatte auf ältere Ausgaben, zusätzliche Kaufanreize schaffen. Neben dem klassischen Verkauf im Ladenlokal gewinnen Online-Vertriebskanäle zunehmend an Bedeutung. Viele Kioske bieten Abonnements an, die sowohl für Print- als auch für Digitalausgaben gelten. Durch die Kombination aus stationärem Verkauf und Online-Angeboten lässt sich die Reichweite deutlich erhöhen und neue Kundensegmente erschließen.
Customer journey und möglichkeiten für upselling und cross-selling
Die Customer Journey im Zeitungskiosk beginnt meist mit dem gezielten Kauf einer Zeitung oder Zeitschrift. Durch eine ansprechende Warenpräsentation und gezielte Platzierung von Zusatzprodukten können Impulskäufe gefördert werden. Upselling gelingt beispielsweise durch den Hinweis auf höherwertige Magazine oder exklusive Sonderausgaben. Cross-Selling wird durch das Angebot von ergänzenden Produkten wie Snacks, Getränken oder digitalen Gutscheinen realisiert. Ein strukturierter Betriebsplan sieht regelmäßige Test- und Verbesserungszyklen vor, um das Sortiment und die Platzierung optimal an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Ziel ist es, den durchschnittlichen Warenkorbwert zu steigern und die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu erhöhen.
- Printmedien bleiben das Hauptprodukt, ergänzt durch digitale Angebote.
- Die Preisgestaltung orientiert sich an Verlagspreisen, mit Spielraum für Aktionen.
- Vertriebskanäle umfassen Ladenverkauf, Online-Plattformen und Abonnements.
- Gezieltes Upselling und Cross-Selling steigern Umsatz und Kundenbindung.

Betriebs- und aktionsplan für den erfolgreichen zeitungskiosk: von der eröffnung bis zum laufenden betrieb
Zentrale prozesse im zeitungskiosk: effizienter ablauf von wareneingang bis verkauf
Ein effizient organisierter Betriebsablauf ist für den Erfolg eines Zeitungskiosks entscheidend. Zu den zentralen Prozessen zählen der Wareneingang, die Lagerung und die Präsentation der Zeitungen sowie der Verkauf an die Kunden. Die Sortimentsplanung sollte sich an den fünf größten deutschen Tageszeitungen orientieren, da diese regelmäßig nachgefragt werden. Ein strukturierter Tagesablauf umfasst die Annahme der Lieferungen am Morgen, das Auffüllen der Regale und die Kontrolle der Bestände. Die Preisgestaltung richtet sich nach den aktuellen Marktpreisen, wobei die Preise für Zeitungen im Kiosk in der Regel festgelegt sind und sich an den Verlagspreisen orientieren.
Pre-launch-checkliste: vorbereitung auf die eröffnung
Vor der Eröffnung eines Zeitungskiosks ist eine systematische Vorbereitung unerlässlich. Die Pre-Launch-Checkliste umfasst folgende Punkte:
- Genehmigungen und Vorschriften für den Betrieb eines Zeitungskiosks einholen (z.B. Gewerbeanmeldung, ggf. Sondernutzungserlaubnis für öffentliche Flächen).
- Verträge mit Lieferanten für Zeitungen und Zeitschriften abschließen.
- Einrichtung des Kiosks: Regale, Kassensystem und Sicherheitsmaßnahmen installieren.
- Personalbedarf klären und ggf. Mitarbeiter einstellen.
- Erstellung eines ersten Budgets für Warenbestand, Miete und laufende Kosten.
- Testlauf des Betriebs, um Abläufe und Technik zu überprüfen.
Ein erfolgreicher Start hängt davon ab, dass alle Punkte dieser Checkliste vor dem ersten Verkaufstag abgehakt sind.
90-tage- und quartalsziele: planung und kontrolle der entwicklung
Für die ersten 90 Tage nach der Eröffnung empfiehlt sich die Festlegung klarer Quartalsziele. Dazu gehören:
- Erreichen eines Break-even-Punktes durch gezielte Verkaufsförderung der meistgefragten Zeitungen.
- Aufbau eines festen Kundenstamms durch freundlichen Service und attraktive Angebote.
- Regelmäßige Analyse der Verkaufszahlen und Anpassung des Sortiments.
- Optimierung der Lieferantenbeziehungen für eine zuverlässige Versorgung.
Durch die kontinuierliche Kontrolle der Planzahlen und die Durchführung von Test- und Verbesserungszyklen kann der Betrieb flexibel auf die tatsächliche Nachfrage reagieren und das Angebot entsprechend anpassen.
Die Ausrichtung Ihres Plans an den EBA-Leitlinien zur Kreditvergabe ist bereits integriert, wenn Sie einen speziellen Businessplan für Zeitungskiosk mit Szenarioanalyse und KPI-Tracking nutzen.
Personalbedarf, lieferantenmanagement und risikomanagement
Ein Zeitungskiosk benötigt in der Regel ein bis zwei Mitarbeiter, abhängig von den Öffnungszeiten und dem Kundenaufkommen. Die Auswahl zuverlässiger Lieferanten ist essenziell, um eine stetige Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Verträge mit den wichtigsten Zeitungsverlagen und Großhändlern sollten rechtzeitig abgeschlossen werden.
Beim Risikomanagement stehen die Absicherung gegen Diebstahl, Vandalismus und Zahlungsausfälle im Vordergrund. Dazu gehören Versicherungen sowie technische Maßnahmen wie Videoüberwachung und ein sicheres Kassensystem. Die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften für 2026, insbesondere im Bereich Datenschutz und Verbraucherschutz, ist für den nachhaltigen Betrieb unerlässlich.
Mit einem durchdachten Betriebs- und Aktionsplan, der alle relevanten Aspekte von der Vorbereitung bis zum laufenden Betrieb abdeckt, legt der Businessplan Zeitungskiosk die Grundlage für einen erfolgreichen Markteintritt und eine stabile Entwicklung.

Finanzprognose und kennzahlen für den businessplan eines zeitungskiosks
Eine solide Finanzprognose ist ein zentrales Element im Businessplan Zeitungskiosk. Sie zeigt, wie sich das Unternehmen in den kommenden Jahren wirtschaftlich entwickeln kann und ist entscheidend für die Planung von Investitionen, die Liquiditätssicherung sowie für die Überzeugung von Banken und Investoren. Im Folgenden werden die wichtigsten Bestandteile einer Finanzprognose für einen Zeitungskiosk erläutert, inklusive typischer Kennzahlen und Benchmarks.
Budgetplanung und gewinn- und verlustrechnung
Die Budgetplanung für einen Zeitungskiosk umfasst alle erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Die Haupteinnahmen ergeben sich aus dem Verkauf von Zeitungen, Zeitschriften und ergänzenden Produkten. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) stellt diese Einnahmen den Kosten gegenüber, wie zum Beispiel Wareneinsatz, Miete, Personalkosten und Betriebsausgaben.
- Umsatzplanung: Die Preise für Zeitungen im Kiosk variieren, liegen aber typischerweise zwischen 1 und 3 Euro pro Exemplar. Die fünf größten deutschen Tageszeitungen sind wichtige Umsatzträger.
- Kostenstruktur: Hauptkosten entstehen durch den Einkauf der Zeitungen, Ladenmiete und Personal. Ein typischer Kiosk kalkuliert mit einem Wareneinsatz von etwa 60–70 % des Umsatzes.
- Ertragsprognose: Ein realistisch kalkulierter Kiosk kann mit einer Netto-Umsatzrendite von 2–5 % rechnen.
Bilanz und cashflow-planung
Die Bilanz gibt einen Überblick über das Vermögen, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital des Zeitungskiosks zum Jahresende. Die Cashflow-Planung ist besonders wichtig, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Gerade bei schwankenden Umsätzen, wie sie im Einzelhandel typisch sind, ist eine Liquiditätsreserve essenziell.
- Vermögenswerte: Dazu zählen Ladeneinrichtung, Warenbestand und ggf. Kassen- und IT-Systeme.
- Verbindlichkeiten: Kurzfristige Kredite oder Lieferantenverbindlichkeiten sollten überschaubar bleiben.
- Cashflow: Ein positiver operativer Cashflow ist notwendig, um laufende Kosten und Nachbestellungen zu decken.
Break-even-analyse und DSCR
Die Break-even-Analyse zeigt, ab welchem Umsatz der Zeitungskiosk die Gewinnzone erreicht. Für einen typischen Kiosk liegt der Break-even-Punkt meist bei etwa 70–80 % der geplanten Kapazitätsauslastung. Der Debt Service Coverage Ratio (DSCR) misst die Fähigkeit, Zins- und Tilgungszahlungen aus dem operativen Cashflow zu leisten. Ein Wert von mindestens 1,2 gilt als solide, um die Finanzierungsfähigkeit zu gewährleisten.
- Break-even-Berechnung: Fixkosten (z. B. Miete, Personal) geteilt durch Deckungsbeitrag pro verkauftem Exemplar.
- DSCR: Operativer Cashflow geteilt durch Schuldendienst (Zins und Tilgung).
Einhaltung der eba-leitlinien und benchmarks
Die Einhaltung der EBA-Leitlinien (Europäische Bankenaufsichtsbehörde) ist für die Kreditwürdigkeit relevant. Dazu gehört eine transparente Darstellung aller Finanzdaten und eine realistische Planung. Typische Benchmarks für Zeitungskioske sind:
- Wareneinsatzquote: 60–70 %
- Personalkostenquote: 10–15 %
- Netto-Umsatzrendite: 2–5 %
- DSCR: ≥ 1,2
Regelmäßige Test- und Verbesserungszyklen (z. B. monatliche Soll-Ist-Vergleiche) helfen, die Wirtschaftlichkeit zu überwachen und Anpassungen vorzunehmen.

Häufig gestellte Fragen zum Zeitungskiosk
Wie viel Startkapital benötigt man für einen Zeitungskiosk?
Die Höhe des erforderlichen Startkapitals für einen Zeitungskiosk hängt von Faktoren wie Standort, Größe und Sortiment ab. Im Businessplan sollte das Startkapital realistisch kalkuliert und alle relevanten Kostenpositionen wie Miete, Einrichtung und Warenbestand berücksichtigt werden. Konkrete Zahlenwerte sind abhängig vom individuellen Konzept und den lokalen Gegebenheiten.
Welche Bankkennzahlen sind für den Businessplan eines Zeitungskiosks besonders wichtig?
Für die Finanzierung eines Zeitungskiosks legen Banken besonderen Wert auf Kennzahlen wie den Debt Service Coverage Ratio (DSCR) und die Gewinnmarge. Diese Kennzahlen zeigen, ob das Unternehmen in der Lage ist, laufende Verbindlichkeiten zu bedienen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften. Eine transparente Darstellung dieser Werte erhöht die Erfolgschancen bei der Kreditvergabe.
Wie kann man Preise und Nachfrage für Zeitungen im Kiosk realistisch einschätzen?
Die Preisgestaltung für Zeitungen im Kiosk orientiert sich an den marktüblichen Verkaufspreisen, die von den Verlagen vorgegeben werden. Die Nachfrage lässt sich durch eine Analyse der lokalen Zielgruppe und der meistverkauften Tageszeitungen abschätzen. Eine sorgfältige Planung im Businessplan hilft, realistische Umsatzprognosen zu erstellen.
Welcher Planungshorizont ist für den Businessplan eines Zeitungskiosks optimal – 3 oder 5 Jahre?
Ein Planungshorizont von 3 bis 5 Jahren ist für den Businessplan eines Zeitungskiosks üblich. Banken und Investoren bevorzugen häufig eine 5-Jahres-Planung, um die langfristige Entwicklung und Stabilität des Geschäftsmodells besser beurteilen zu können. Die Wahl sollte sich an den Anforderungen der Finanzierungspartner orientieren.
Was sind typische Fehler bei der Gründung eines Zeitungskiosks?
Zu den häufigsten Fehlern zählen eine unzureichende Marktanalyse, zu optimistische Umsatzprognosen und das Unterschätzen laufender Kosten. Auch fehlende Planung für saisonale Schwankungen und eine mangelhafte Liquiditätsplanung können die Existenz des Zeitungskiosks gefährden. Ein fundierter Businessplan hilft, diese Risiken zu minimieren.
Welche Tipps gibt es für das Controlling im ersten Jahr nach der Eröffnung eines Zeitungskiosks?
Im ersten Jahr ist es wichtig, die tatsächlichen Umsätze und Kosten regelmäßig mit den Planwerten abzugleichen. Abweichungen sollten frühzeitig analysiert und Maßnahmen zur Steuerung eingeleitet werden. Ein konsequentes Controlling unterstützt die nachhaltige Entwicklung des Zeitungskiosks und sichert die Liquidität.
Quellen
- 3.670 Bilder und Stock-Fotos zu Zeitungskiosk
- Digitale Zeitungen, Zeitschriften und Magazine als ePaper
- Digitaler Kiosk | Zugang zu elektronischen Medien | Literatur
- Digitaler Zeitungskiosk – einfache Abonnement-Verwaltung
- PressReader – der Online-Zeitungskiosk
- United Kiosk: Weil Vielfalt mehr ist als Meinung
- Zeitungskiosk – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele
- Zeitungskiosk: Kindle-Shop
Artikel geschrieben am 06/03/2026

Stefano Ventura — Gründer von Bsness, einem Softwareunternehmen, das in Deutschland, Frankreich, Spanien, England und Italien tätig ist. Er hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und ist qualifizierter Wirtschaftsprüfer. Nach einer erfolgreichen Karriere mit Spezialisierung auf Budgets und Businesspläne widmet er sich nun vollständig der Entwicklung von Bsness.